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Aktueller Bericht

Besichtigung Pont Adolphe/Pont Rouge in Luxemburg

Am 31. Mai 2016 trafen sich gegen 07.40 Uhr ca. 30 Mitglieder unserer Vereinigung am Bahnhof Trier-

Süd, um mit dem Zug nach Luxemburg anzureisen. An diesem Tag stand die Besichtigung der

Bauarbeiten an den Baustellen Pont Adolphe und Pont Grande-Duchesse Charlotte (Pont Rouge) an.

Für diese Exkursion, die von unserem Ehrenvorsitzenden Udo Rumland initiiert und von unserem

Beiratsmitglied Bernd Ksyk organisiert wurde, mussten wir leider einigen Kolleginnen und Kollegen

absagen, da auch hier die Teilnehmerzahl begrenzt war. Gegen 09.00 Uhr trafen wir uns am Baubüro

an der Pont Adolphe und wurden von den Herren Fernandes und Kiefer, von der luxemburgischen

Straßenverwaltung Pont et Chaussées begrüßt. Herr Kiefer gab uns in einer einstündigen Präsentation

einen Überblick über die Historie des Bauwerks und über die geplanten Umbauarbeiten. An einer ca. 1

½-stündigen Führung erfuhren wir viel über eines der Wahrzeichen Luxemburgs, dass das Pétrusse-Tal

seit 1903 überspannt und seinen Namen zu Ehren des Großherzogs Adolphe erhielt.

In Folge von Rissen und damit verbundenem Tausalzeintrag verschlechterte sich im Laufe der Jahre

der Zustand der Brücke erheblich. In 2012 wurden dann seitens der luxemburgischen Regierung 63

Millionen Euro für die Instandhaltung und den Bau einer provisorischen Brücke bereitgestellt. Im

Wesentlichen werden hier die Bögen saniert und stabilisiert, verbunden mit einem Abriss der

Fahrbahnplatte. Ins Innere der Brücke wird zukünftig ein Fahrradweg integriert.

Mittags hatten wir Gelegenheit, im Restaurant Bodega ein Mittagessen einzunehmen. Gegen 13.30 Uhr

trafen wir uns am Baubüro der Pont Rouge, wo wir von den Herren Fernandes (Pont et Chaussées) und

Stihl, dem Leiter der Abteilung Sonderkonstruktionen-Systembrücken der Fa. SEH Eiffage begrüßt

wurden.

Herr Fernandes erläuterte uns die Historie des Bauwerkes und die Zusammenhänge der Notwendigkeit der Sanierung der Brücke. Herr Stihl erklärte uns die Besonderheit des SPS: Bei diesem System wird aus zwei außenliegenden

Stahlplatten und einem festen Polyurethankern ein Sandwichquerschnitt erzeugt und damit die statische Tragwirkung erhöht. Bei der Pont Rouge wird auf die Fahrbahnplatte mit Hilfe von Abstandhaltern ein zweites Blech aufgelegt und

verschweißt und später durch Öffnungen ausgeschäumt. Die Erhöhung des statischen Querschnitts wird durch die zweite Stahlplatte und den massiven Elastomer-Kern erzielt. Der Höhepunkt des Nachmittags stellte für viele

jedoch die Innenbesichtigung des Stahlüberbaues der Pont Rouge dar. Besonders der Blick in den Schrägstiel war sehr imposant.